Hast du das Gefühl, dass du ständig versuchst, es allen recht zu machen – auf der Arbeit, in der Familie oder im Freundeskreis? Sagst du oft „Ja“, obwohl du eigentlich „Nein“ meinst? Dann könnte es sein, dass du ein sogenannter People Pleaser bist – jemand, der die eigenen Bedürfnisse hintenanstellt, um die Erwartungen anderer zu erfüllen.
Auf den ersten Blick mag dieses Verhalten harmlos erscheinen. Schließlich ist es doch schön, hilfsbereit, verständnisvoll und harmoniebedürftig zu sein. Doch was passiert, wenn du dich selbst dabei verlierst? Wenn du aus Angst vor Ablehnung oder Konflikten immer zurücksteckst?
In diesem Artikel erfährst du, was genau hinter dem People-Pleasing steckt, warum es so schwer ist, aus diesem Muster auszubrechen und welche 10 Anzeichen darauf hinweisen, dass du dich zu sehr nach anderen richtest.
Erkennst du dich in einigen dieser Punkte wieder? Dann ist es vielleicht an der Zeit, dich selbst wieder in den Mittelpunkt deines Lebens zu stellen.
1. Was ist ein People Pleaser?
Ein People Pleaser ist jemand, der stets bemüht ist, nett, bescheiden und hilfsbereit zu wirken. Diese Menschen versuchen ständig, andere glücklich zu machen, oft auf Kosten ihrer eigenen Bedürfnisse. Besonders auffällig ist das Unvermögen, "Nein" zu sagen. Dieses Verhalten ist weniger altruistisch, als es auf den ersten Blick erscheint, da People Pleaser oft eine Gegenleistung erwarten.
2. Die Suche nach Bestätigung
People Pleaser haben häufig ein starkes Bedürfnis nach Anerkennung. Ihre Hilfe ist oft an die Erwartung geknüpft, dafür Wertschätzung zu erhalten. Bleibt diese aus, führt das zu Frustration und sogar zu innerem Groll. Anstatt ihre Wut auszudrücken, ziehen sie sich zurück und gehen Konflikten aus dem Weg, was Beziehungen belasten kann.
3. Zehn Anzeichen, dass du ein People Pleaser bist
- Du hast Verständnis für alle und jeden.
- Harmonie in deinem Umfeld ist dir extrem wichtig.
- Du fürchtest dich vor Ablehnung und willst gemocht werden.
- Deine eigenen Bedürfnisse stellst du immer hinten an.
- Du entschuldigst dich häufig, auch ohne Grund.
- Du vermeidest Konflikte um jeden Preis.
- Kritik trifft dich tief und verletzt dich.
- Du hast große Versagensängste.
- Du passt deine Meinung der Mehrheit an.
- Du fühlst dich überfordert, weil du ständig die Aufgaben anderer übernimmst.
4. Die Gefahren des People Pleasing
Wer dazu neigt, es allen recht machen zu wollen, läuft Gefahr, sich von Narzissten ausnutzen zu lassen oder in toxische Beziehungen zu geraten. Ohne klare Grenzen und das Erkennen der eigenen Bedürfnisse, kann man sich schnell in gefährliche Situationen manövrieren.
5. Glaubenssätze von People Pleasern
Glaubenssätze prägen unser Verhalten und unser Selbstbild. Typische Überzeugungen von People Pleasern sind:
- So wie ich bin, bin ich nicht liebenswert.
- Ich bin nicht genug.
- Nur wenn ich helfe, werde ich akzeptiert.
- Es ist egoistisch, mich selbst an die erste Stelle zu setzen.
- Ich darf meine Bedürfnisse nicht vor die der anderen stellen.
6. Wie du dich verändern kannst
Lerne, Nein zu sagen. Überlege dir, was passieren könnte, wenn du Nein sagst – und was du gewinnen könntest. Gib dir Zeit, über Anfragen nachzudenken, bevor du zustimmst. Wenn du merkst, dass es dir schwerfällt, Nein zu sagen, erinnere dich daran, dass es ein neuer Schritt aus deiner Komfortzone ist. Übung macht den Meister, und auch das Nein-Sagen lässt sich erlernen.
7. Selbstliebe und Grenzen setzen
Es ist wichtig, dass du gut für dich sorgst und auch lernst, zu empfangen. Überlege dir, wer dich häufig um Hilfe bittet und prüfe, ob du wirklich den Umgang mit dieser Person möchtest. Wenn du erfolgreich Nein sagst, ist das ein Zeichen für gesunde Selbstliebe.
Wofür würde es sich lohnen, dass du es nicht anderen, sondern dir selbst recht machst?
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Ich bin Susanne – Coach für spirituelles Leadership und persönliche Transformation. Ich begleite Menschen auf ihrem Weg zu mehr Klarheit, Selbstbewusstsein und authentischer Führung. Mein Ansatz verbindet moderne Leadership-Methoden mit spiritueller Weisheit, um innere Stärke und intuitive Entscheidungsfähigkeit zu fördern. Wahre Führung beginnt im Inneren – mit Vertrauen, Klarheit und der Bereitschaft, den eigenen Weg bewusst zu gestalten.
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Ina (Montag, 21 November 2022 22:03)
Erwischt. Bei den Glaubenssätzen und der Unfähigkeit, Nein zu sagen. Ich übe ;)
Susanne Kruse (Samstag, 26 November 2022 17:27)
Liebe Ina, du bist nicht allein. Ich übe auch noch. ;-)